Replatforming
von Oracle ATG zu Spryker
Globaler Produktkatalog für 300+ Stores in 70+ Sprachen. Antiloop begleitete als Spryker-Technologiepartner eines der größten Replatforming-Projekte der Branche.
Schneider Electric im Überblick
Schneider Electric ist ein weltweit führender Konzern im Bereich Energiemanagement und Automatisierung. Mit über 150.000 Mitarbeitenden in mehr als 100 Ländern und einem Jahresumsatz von über 36 Milliarden Euro treibt das Unternehmen die digitale Transformation der Energiewirtschaft voran.
Im Zentrum der digitalen Produktstrategie steht das Product Experience System (PXS) - die Plattform hinter den globalen Produktkatalogen auf se.com und apc.com.
Über dieses System werden Produktinformationen, Katalogstrukturen und Merchandising-Inhalte für Kunden weltweit bereitgestellt. Mit mehreren Marken (Schneider Electric, APC, ASCO Power) und länderspezifischen Anforderungen ist das PXS eine der komplexesten E-Commerce-Infrastrukturen in der Industrie.
Die Herausforderung
Schneider Electrics bestehendes Katalogsystem basierte auf Oracle ATG – einer Plattform, die ihr End-of-Life erreicht hatte. Die Herausforderung: Ein reiner technischer Relaunch ohne funktionale Änderungen. Alle bestehenden Funktionen mussten nahtlos auf die neue Plattform Spryker überführt werden.
Die Komplexität lag in der Dimension: 300+ Stores verteilt auf die Marken Schneider Electric, APC und ASCO Power, in 70+ Sprachen. Der Produktkatalog umfasste rund 150.000 abstrakte und 650.000 konkrete Produkte – mit jeweils etwa 100 Attributen und Übersetzungen für jede Sprache.
Dazu kamen circa 150.000 tägliche Produktupdates und 12 bestehende Umsysteme, die weiterhin integriert bleiben mussten – darunter Produktdaten-APIs, Frontend-Layer, SSO-Authentifizierung, Analytics, ein Translation Management System und Commerce Connectors.

Die Lösung
Die Entscheidung fiel auf Spryker als neue Katalogplattform - in einem bewusst gewählten Catalog-Only-Ansatz. Spryker wurde ausschließlich für die Katalogfunktion eingesetzt, während alle anderen Funktionen (Checkout, Warenkorb, etc.) weiterhin durch die bestehenden Umsysteme abgebildet wurden.
Die Architektur setzte auf Sprykers Headless-Fähigkeiten: Die Glue API stellte die Katalogdaten bereit, während die bestehende Frontend-Schicht erhalten blieb. Als Basis wurde der B2B-Demoshop gewählt - er bot entscheidende Features wie Shopping Lists, Product-Customer-Restrictions und kundenspezifische Kataloge.
Ein zentraler Architektur-Entscheid war die Single-Database-Strategie: Statt hunderte einzelne Datenbanken wurde eine zentrale MariaDB-Instanz gewählt. Diese Entscheidung wurde durch einen umfassenden Proof of Concept mit realen Datenmengen validiert. Die Performance blieb auch bei einer Datenbankgröße von 222 GB und 300+ Stores stabil.

Antiloops Rolle -
Spryker Technologiepartner
Antiloop wurde als spezialisierter Spryker-Technologiepartner in das Projekt eingebunden.
Die Aufgabe: Architekturberatung, Validierung durch einen Proof of Concept und nachhaltiges Enablement des Implementierungsteams.
Mehrtägiger Einsatz vor Ort am Schneider Electric Hauptsitz in Grenoble, Frankreich. Umfassende Analyse des bestehenden Oracle ATG Systems, Identifikation von Migrationspfaden und technischen Risiken. Gemeinsame Workshops mit dem Schneider Electric Team zur Aufnahme der funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen.
Mitgestaltung der Zielarchitektur: Multi-Store-Konzept für 300+ Stores über drei Marken, Datenbankstrategie (Single vs. Multi-DB), Optimierung des Publish & Synchronize Prozesses und Queue-Strategie mit store-spezifischen RabbitMQ-Queues. Bewertung der Spryker B2B- vs. B2C-Demoshop-Eignung und Empfehlung für den B2B-Ansatz.
Aufbau und Validierung eines PoC mit realen Datenmengen: 150.000 abstrakte Produkte, 650.000 konkrete Produkte, 100 Attribute pro Produkt, verteilt auf 150 Stores in 70 Sprachen. Ergebnis: Eine 222 GB große Datenbank mit stabiler Performance.
Befähigung des Implementierungsteams in Spryker-Architektur, Best Practices und projektspezifischen Patterns. Vermittlung von Spryker-Kernkonzepten wie dem modularen Aufbau, dem Plugin-System und der Publish & Synchronize Mechanik. Ziel: eigenständige Weiterentwicklung ohne externe Abhängigkeit.
Über 12 Monate hinweg anlassbezogene technische Unterstützung bei Architektur- und Implementierungsfragen, Solution Architecture Reviews und Spryker-spezifische Problemlösungen. Begleitung bei kritischen Entscheidungen wie der Indexing- und Caching-Strategie sowie der Multisite-Architektur.
Ihr Projekt verdient die beste Lösung.
Wir verbinden tiefes technisches Know-how mit strategischer Beratung - für E-Commerce-Projekte, die wirklich funktionieren.
- Projektumfang
- Projektfakten
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Technologieberatung mit Fokus auf Spryker Commerce OS - von der Plattformbewertung bis zur Architekturempfehlung.
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Lösungsarchitektur für Multi-Store, Datenbank-Strategie und den Integrations-Layer mit 12 Umsystemen.
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Proof of Concept - Aufbau und Validierung der vorgeschlagenen Architektur mit realen Datenmengen.
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Enablement und Wissenstransfer an das Implementierungsteam in Spryker-Architektur und Best Practices.
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Anlassbezogene Beratung über 12+ Monate zu Architektur-, Performance- und Implementierungsfragen.
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Kategorie: Industrie / Energiemanagement
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Technologie: Spryker Commerce OS
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Leistung: Technologieberatung, Lösungsarchitektur, PoC, Enablement
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Projektdauer: 9 Monate (aktive Phase), 12+ Monate (inkl. laufender Beratung)
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Besonderheit: Vor-Ort-Einsatz in Grenoble, Frankreich
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Migrationspfad: Oracle ATG → Spryker (Catalog-Only)
Ergebnisse & Impact
Die von Antiloop mitgestaltete Architektur bildet das Fundament für einen der größten Spryker-Rollouts weltweit. Der Proof of Concept validierte die Single-Database-Strategie und bewies, dass Spryker auch bei extremen Datenmengen und hunderten Stores performant bleibt.
Die Architektur-Entscheidungen - vom Multi-Store-Konzept über die Publish & Sync Optimierung bis zur Queue-Strategie - legten den Grundstein für einen skalierbaren, wellenbasierten Rollout über 300+ Stores.
Ergebnis: Eine validierte, skalierbare Architektur für 300+ Stores in 70+ Sprachen - bereit für einen der größten Spryker-Rollouts der Branche.
Durch das nachhaltige Enablement war das Implementierungsteam in der Lage, die Entwicklung eigenständig voranzutreiben - ohne dauerhafte externe Abhängigkeit.
Die klare Trennung zwischen Katalog (Spryker) und bestehenden Systemen (12 Integrationen) ermöglichte einen risikominimierten Relaunch: Keine Änderungen an der UI-Schicht und der Produktdaten-API, vollständige Abwärtskompatibilität.
Ergebnis: Ein befähigtes Implementierungsteam und eine risikoarme Migrationsstrategie durch Catalog-Only-Ansatz mit vollständiger Systemkompatibilität.
Warum Antiloop
der richtige Partner für Sie ist.
Wir haben schon mehrfach übernommen, was andere begonnen haben. Ohne Vorwürfe, mit klarem Blick - und mit dem Ziel, das Projekt erfolgreich zu machen.
Krisensituationen brauchen keine langen Onboarding-Phasen. Wir sind erfahren genug, um uns schnell in bestehende Systeme und Teams einzufinden.
Wir kommen nicht als externe Instanz, die urteilt. Wir kommen als Partner - und arbeiten gemeinsam mit Ihrem Team an der Lösung.
Die drei Erfolgsfaktoren
Es liegt selten an der Strategie. Es sind technische Schulden, die sich über Jahre aufgebaut haben -und die irgendwann jede Weiterentwicklung blockieren.
Spryker-Expertise
Spezialisiertes Know-how in Spryker Commerce OS ermöglichte fundierte Architekturentscheidungen für ein Setup dieser Größenordnung. Von der Multi-Store-Strategie bis zur Datenbank-Architektur basierte jede Empfehlung auf praktischer Erfahrung.
Proof of Concept
Statt Annahmen zu treffen, wurde die vorgeschlagene Architektur mit realen Datenmengen unter Beweis gestellt. Das schaffte Vertrauen bei allen Stakeholdern und reduzierte das Projektrisiko erheblich.
Enablement statt Abhängigkeit: Das Implementierungsteam wurde nicht nur in Spryker-Grundlagen geschult, sondern in projektspezifischen Patterns und Best Practices befähigt, eigenständig weiterzuarbeiten.
Blick in die Zukunft
Die von Antiloop mitgestaltete Architektur ist auf Wachstum ausgelegt. Der Rollout erfolgt in Wellen - zunächst die Schneider Electric Stores (se.com), dann die APC-Stores (apc.com). Ein Multi-Phase-Ansatz, der Risiken minimiert und gleichzeitig eine schnelle Time-to-Market ermöglicht.
Die modulare Spryker-Architektur ermöglicht es, in Zukunft weitere Commerce-Funktionen zu aktivieren und das System schrittweise um Checkout, Warenkorb oder weitere Marken zu erweitern. Die bewusst offen gehaltene Backdoor zur Multi-Database-Architektur stellt sicher, dass die Plattform auch bei weiterem Wachstum skalieren kann.
Lassen Sie uns über
Ihr Replatforming sprechen.WE LOVE CODE.
Ob Oracle ATG, Magento oder eine andere Legacy-Plattform - wir begleiten
Sie auf dem Weg zu einer modernen E-Commerce-Architektur.

